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Profil zeigen

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Donnerstag, 28.06.2010 (k) Ekenäs – Salo: 83 km, 700 Hm
Hat jemand behauptet, Finnland ist flach? Wahrscheinlich ist es nur meiner eigenen Vorstellung entsprungen. Aber, Finnland zeigt Profil. Zumindest hier im Süden. Das finnische Profil ist hügelig. Wir wellen uns durch die Landschaft. Aber würden wir dies nur auf befahrenen Hauptverkehrsstraßen, wäre es wahrscheinlich ziemlich schnell nervig. Da wir uns aber auf kleinen Nebenstraßen bewegen, die in manchen Abschnitten sogar unbefestigt sind, macht die Achterbahnfahrt Spaß. Von Ekenäs nach Nordwesten führt unser Weg durch Wald, in dem sich immer wieder einzelne Häuser verstecken. Die Menschen hier haben viel Raum und Luft um sich. Beneidenswert viel. So großzügig sind die Anwesen dann auch angelegt. Mit Trampolin im Garten, mit Terrassen auf Naturfelsblöcken, die immer wieder großflächig die Erde bedecken, mit Gartenhäuschen, Werkstätten oder Blumengärten. Eine Zeit lang fahren wir den langen meereinschnitt „Gennarbyviken“ entlang, der sich bis kurz vor Tenala zieht, wo eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert zum Besuch einlädt. Das Kirchlein ist wirklich sehenswert. Anstelle von Deckengemälden sind die tragenden Säulen bemalt, da zur damaligen Zeit, sämtliche Deckenfresken überkalkt wurden und verboten waren. Wir bekommen sogar eine private Führung von der zuständigen Touristenführerin. Im weiteren Verlauf bis Salo durchfahren wir eine typische finnische Kulturlandschaft. Doch im Gegensatz zu China werkelt hier niemand auf den Feldern, dem man nachwinken könnte. Überhaupt sieht man kaum Menschen unterwegs. Vielleicht liegt es auch daran, dass mit dem Mitsommer auch die Schulferien begonnen haben, und einige Leute im Urlaub sind. Unsere ausgeprägte Vesper – ja, seit wir mit Uli und Matze reisen, wird nämlich gevespert am Mittag, mit lecker Brot, Käse, Wurst, Gurke und was sonst zu so einer ordentlichen Brotzeit gehört – nehmen wir auf dem Bänkchen vor einem netten Bed&Breakfast ein. Das dazugehörigen Kaffeehaus bietet außerdem eine Auswahl hausgemachter Kuchen – was folgt, ist klar!
Am späten Nachmittag erreichen wir Salo. Von der Stadt sehen wir zunächst nicht viel, denn der Campingplatz liegt auf einer Insel im Fjord südlich. Aber wir wollen ja auch lieber Entspannen als Besichtigen, daher werfen Uli und ich uns mutig in den Fjord, Matze versucht sein Angelglück, das ihm heute allerdings nicht beschert ist, Molle genießt das Ankommen. Zum Magenfüllen gibt es leckere mexianische Wraps mit Bohnen, Mais, Guacamole und Käse. Ein wenig Kartenstudium noch, dann schlüpfen alle in ihre Zelte. Selbstverständlich, bevor es dunkel wird.

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